Mein letzter Tag auf der Chirurgie

Ich hatte ausnahmsweise Spätschicht. Spätschicht geht für uns Praktikanten von 11-20 Uhr. Ich war also kaum auf Station da kam Schwester G. (meine absolute Hassschwester) auf mich zu: „Ach schön jetzt ist ja noch jemand da der abwaschen kann. Kannst gleich mit dem Raum hier anfangen, Schränke ausräumen, oben auf den Regalen. Du kannst das ja so schön.“ Ich hatte nicht mal Zeit um den Übergabezettel zu lesen. Happy Birthday. Also brav angefangen den Raum abzuwaschen. Schwester S. (<3) kam in den Raum und wunderte sich das ich da war. Es folgt ein Dialog.

S.: „Nina, ich dachte du hast Spätschicht?“

N.: „Ja, hab ich auch. Spätschicht geht für uns allerdings von 11-20 Uhr.“

S.: „Achso, wusste ich nicht.“

N.: Nicht schlimm.

Ich widmete mich wieder meinem Schrank.

G.: „Ja wer so viel Geld verdienen will wie du, der muss auch mehr arbeiten.“

Ihr könnt euch vorstellen das dieser „Witz“ überhaupt nicht gut bei mir ankam. G. ging und kam nochmal zurück.

G.: „Hast du gehört was ich gesagt habe?“

N.: (ich wusste natürlich genau was sie gesagt hat) „Nein, was denn?“ (ich versuchte sie bereits jetzt mit meinen Blicken zu töten)

G.: „Wer so viel Geld verdienen will wie du, der muss auch mehr arbeiten!“

N.: very sarcastic:“Ha, ha, ha….“ Ich machte ein Gesicht das ihr sagen sollte: Geh oder ich spring dir ins Gesicht…

Ab dort war es mir egal. Es war mein letzter Tag, nun konnte ich sie spüren lassen das sie weder lustig war noch das ich sie mochte.

Ich teleportiere uns nun mal zum Ende der Frühschicht, so gegen halb 2.

Schwester G. sagte wieder irgendetwas zu mir was scheinbar lustig sein sollte. Dumm nur, das das gesamte Team mit uns in der Küche war und niemand lachte. Muhahaha. Als die Frühschicht sich verabschiedete wurde ich von Schwester S. fast zerquetscht vor Liebe und auch unsere Azubine A. drückte mich noch einmal kräftig. Der Rest des Tages wurde dann auch etwas langweilig. Spätschicht eben. Achja, wisst ihr was? Ich mag Kinder nicht besonders. Ich bekam eine Freifahrt quer durchs Krankenhaus spendiert weil der kleine Knirps, der zu einem Patient bei uns auf Station gehört, alle Knöpfe im Aufzug gedrückt hat. Ich hab ja sonst nichts zu tun. Pff. Zum Ende meiner Schicht wurde ich dann von Schwester H. auch noch einmal kräftig gedrückt und gelobt das ich meine Sache doch so gut gemacht hätte und sie sich freuen würde wenn wir uns noch einmal sehen würden.

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6 Gedanken zu “Mein letzter Tag auf der Chirurgie

  1. Oh Mann, wie kann man nur so armselig sein wie Schwester G. So Leute gibts irgendwie überall. Die haben es sehr nötig, auf anderen rumzuhacken und ihnen das Leben schwer zu machen, um sich von der eigenen Unzufriedenheit abzulenken. Gut, dass du sie los bist. Und viel Erfolg dabei, dir für die Zukunft wirksame Strategien anzueignen, mit solchen Kollegen umzugehen. Irgendwo gibt’s leider ein Nest.

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