Alarm! Alarm!

Sonntagmorgen. Meine Motivation zum Arbeiten hält sich in Grenzen. Ich bin gerade in einem 3-Bett Zimmer um 2 der 3 Männer zu waschen. Pat.1 eig immer Vorlaut aber dieses Mal ein richtiger Engel. Pat.2 super netter Mann. Pat.3 Nervensäge schlechthin und liegt schon sehr lange bei uns.

Pat. 1 ist schon fix und fertig (auch mit den Nerven, wegen Pat. 3), der arme Mann ist mir fast Amok gelaufen. Ich widmete mich Pat.2 zum waschen. Als ich so gut wie fertig war entstand dann folgende Situation:

Anwesenheit ist an, natürlich was auch sonst. Pat.3 schläft, wird wach, sieht wohl das die Infusion leer ist und klingelt-natürlich klingelt es dann Alarm-weil Anwesenheit an. Nicht schlimm, dachte ich noch, passiert schon mal. Ich rannte zur Klingel und drückte sie aus. Schrie gleichzeitig in den Flur das alles okay ist. Pat. 3 war mittlerweile wieder eingedöst. Ich sagte das ich gleich Bescheid sagen würde wegen der Infusion. Er nickte und schlief wieder ein. Keine 2 Min klingelte er wieder. Wieder Alarm. Wieder Klingel ausmachen. Wieder in den Flur brüllen. Wieder sagen das man gleich Bescheid sagt. Wieder schlief er ein. 5 min später klingelte er schon wieder. Alarm. Ausmachen. In den Flur rufen. Nun wurde es mir zu bunt. Ich wurde es unfreundlicher und lauter, das ich der Schwester gleich Bescheid sage, daraufhin maulte er mich an. Ich unterbrach ihn und erklärte zum gefühlt 62384363284 Mal das er nicht klingeln braucht wenn ich im Zimmer bin. Im selben Moment kommt die Schwester rein, denn auch denen wurde es jetzt zu bunt. Nun bekam er von ihr auch noch Ärger, haha. Einsicht? Keine Spur.

 

Visite

Zeit für die morgendliche Visite :) Geil? Neeeee!

Angefangen damit das der Herr leitende Oberarzt nicht mal auf die Assistenzärztin gewartet hat. (Ja, sie war unpünktlich aber mit gutem Grund. Da bekam die Arme erstmal Anschiss.)

Er kam auf die Schwester und mich zu, musterte mich, legte seine Hand auf meine Schulter (Ugh.) und sah sich ganz genau mein Namensschild an, obwohl er mich bereits kennt!)

Erstes Zimmer und schon ist er pampig. Zu der Schwester, zum Patient, zu mir. Er schrieb grade eine Verordnung auf als er sich zu mir rumdrehte, nach meiner Uhr am Kittel suchte, keine fand und mich erstmal anmeckerte das ich eine Uhr zu tragen hätte. Daraufhin antwortete ich etwas schnippig das ich eine Uhr anhabe und zog sie demonstrativ aus meiner Brusttasche. Daraufhin beschwerte er sich das man sich ja da auf den Kopf stellen müsse um da was zu lesen. ES IST JA AUCH MEINE UHR UND NICHT DEINE UND ICH TRAGE DIE UHR WIE ES MIR PASST!

Nächstes Zimmer. Die Uhr hängt über ihm an der Wand. „So Schwesterchen! Jetzt bräuchten wir wieder deine Uhr! *verdreht die Augen* (Ich wüsste nicht seit wann wir per du sind…)

Zur Erklärung: Er —> Gott in Weiß

Aber auch das ist kein Grund so mit uns zu reden. Und ich werde mir das auch nicht gefallen lassen. Bislang wurde ich von den richtig üblen Frechheiten verschont (wollt ihr gar nicht wissen was er sich alles schon geleistet hat, gibt demnächst ein Gespräch) aber auch die, wenn es passieren sollte, werde ich mir nicht gefallen lassen.

„UND WIESO SIND HIER KEINE TACKER AUF DEM WAGEN!?“

Thema: Krankenschein 

Vorab: Gemeint sind nicht die Krankenscheine weil „krank“ sondern krank. 

Als wir von unserem Stationseinsatz wieder in die Schule kamen durften wir uns erstmal einen Vortrag anhören das wir Weltmeister im „krank machen“ wären. Das Ding, 98% von uns waren wirklich krank. Wir steckten uns alle gegenseitig zuerst in der Klasse an und da auf Station niemand Zuhause bleibt wenn er krank ist, steckten wir uns dort wieder an. Ein Weltuntergang.

Ich weiß das wir weiß Gott wie wenig Personal haben, aber ist das ein Grund das ich mich krank zur Arbeit schleppen muss? Das ist weder für mich noch für Patienten und andere Mitarbeiter gut. Mit der Ansicht sind wir (mein Kurs) leider etwas alleine, denn in der Schule wurde uns schon gesagt das wir aufhören sollen Krankenscheine zu machen und gefälligst krank arbeiten gehen sollen. 

Meiner Meinung nach ein No-Go. 

Und ich werde auch weiterhin Zuhause bleiben wenn ich krank bin, fertig.

Aber wen interessiert das schon was ein Kurs von Auszubildenden im 1. Lehrjahr denkt. 

Ich hab sie auch gern. Nicht.

Neuaufnahme! Ich soll doch bitte runter in die Ambulanz latschen und den neuen Patienten abholen. Kein Thema, also gehts runter. Ein älterer Herr, Fotograf, mit offenen Stellen an einem Bein. (Das andere Bein war amputiert, ne Info wäre cool gewesen :D) Da gings schon mal los das er nicht auf meine Haare klar kam aber auf eine positive Art und Weise. Als er meine thailändische Mitschülerin in ihrer Sprache grüßte guckten wir natürlich alle nicht schlecht. :D

Am Anfang verstanden wir uns recht gut, da er sehr freundlich war. Doch je länger er da war umso komischer wurde das ganze, haha. Ich musste sogar meinen Alibi-Freund auspacken und mir ganz schön was ausdenken so interessiert war er. Er fing immer mehr an zu reden wenn man bei ihm im Zimmer war und man kam teilweise gar nicht mehr weg. Und dann drehte er sich um 180° und wurde zum richtigen Idiot. Angefangen hat es mit dem waschen morgens, dabei brauchte er Hilfe da er nicht bis zum Waschbecken kam und somit eine Pflege am Bettrand nötig war. Ich war morgens sehr im Stress und vergaß ihn. Sorry, bin auch nur ein Mensch. ER hätte sich ja wohl auch melden können und mal nochmal nachfragen. Mittags kurz vor Feierabend beschwerte er sich dann bei mir wer denn hier dafür zuständig wäre ihn zu waschen…Ich erklärte ihm das ich ihn vergessen hatte und entschuldigte mich. Ich wies ihn aber auch darauf hin das er sich hätte melden können. Am nächsten Morgen ging ich zu ihm hin und fragte ihn ob ich ihm bei der Körperpflege helfen solle. Er guckte mich doof an und schnauzte mich an wie das denn bitte gehen solle er könne ja nich aufstehen und ein behindertengerechtes Bad hätten wir ja wohl nicht. Ja, haben wir nicht aber dafür kann ich herzlich wenig. Ich erklärte ihm das eine Wäsche auch an der Bettkante möglich ist. Er schaute ganz skeptisch und war sowas von nicht begeistert, willigte aber schließlich ein. Nichts war ihm gut genug, alles war scheiße…Zähne putzen…um Gottes Willen in die Nierenschale spucken!? Meine Geduld wurde immer weniger…aber ich habs überlebt. Mittags sollte ich mit ihm den Anästhsie-Fragebogen (Wie heißt dieses Ding denn nun? xD) durchgehen. Normalerweise eine Sache von 10 min. Ich brauchte geschlagene 45 min. „Frage: Haben sie diese und jene Erkrankung? Ja oder Nein?“ „Seine Antwort: Weiß ich nicht. Ich hab ja keine Diagnose dazu.“ So ging es jede verdammte Frage. Glaubt mir, ich wäre ihm fast ins Gesicht gesprungen. Es is übrigens auch nicht lustig wenn man mich eh schon so zur Weißglut bringt und mich dann noch meint bei den Antworten verarschen zu müssen. Die Leute müssen auch meinen ich wäre zu blöd so einen Bogen auszufüllen. Nachdem ich das geschafft hatte, ohne ihn umzubringen, sagte die Schwester das ich ihr nun beim rasieren bei meinem geliebten Patienten helfen solle, ich müsse das schließlich auch lernen. Ich lehnte dankend ab und musste natürlich erklären warum. Aber sie verstand es. Nächster Morgen, Tag der OP. Ich bereitete ihn auf die OP vor, nochmal waschen, Bett frisch machen, etc. Und dann trieb er es auf die Spitze…er warf mir Inkompetenz vor, das ich ja gar keine Ahnung hätte was ich da machen würde und das total improvisiert wäre. BITTE!? Ich bin vlt im ersten Lehrjahr aber bei weitem NICHT INKOMPETENT. Ich bezog das Bett fertig und ging einfach.

Der Praxisanleiterin erzählte ich später was abging und sie war genauso angepisst wie ich, haha. Sie sagte in Zukunft solle ich sofort zu ihr kommen wenn sowas ist.

Ich weiß es nicht aber ich glaube er hat trotzdem noch Ärger von ihr bekommen. Zu Recht.

Unfreiwilliger Stationswechsel

Dadurch das meine Station über Weihnachten zu machte musste ich zwangsweise auf eine andere Station. Es sollte die andere chirurgische Station werden.

Durch Erzählungen meiner Klassenkameraden erwartete ich nicht allzu viel da alle wenig begeistert waren. Und auch die Schwestern „meiner“ Station waren wenig begeistert als sie hörten das sie dort 1-2 Dienste machen müssen.

Also ging ich zu meiner ersten Schicht auf die andere Station. Glücklicherweise mit einer „meiner“ Schwestern, einer Mitschülerin und einer super netten jungen Schwester. Einziges Problem…die Stationshilfe. So einen Drachen hab ich selten erlebt. Ständig wurden meine Mitschülerin und ich von ihr mit blöden Kommentaren und noch blöderen Aufgaben überhäuft. „So, ich hab die zwei Damen mal beschäftigt, dann stehen die hier nicht so blöd rum.“ Äh, bitte? Leider bringt es nichts das die Schwestern was sagen, zumal eine der beiden ja von der „feindlichen“ Station war. Zum Glück musste ich in diesen zwei Wochen nicht noch einmal mit ihr arbeiten. Die super liebe Stationshilfe die mir alles zeigte darf natürlich nicht unerwähnt bleiben, ein echter Schatz. Weiter gehts mit der Praxisanleitung der Station. Keiner ist begeistert von ihr, zugegeben sie ist der Typ Mensch entweder kommt man mit ihr klar oder halt nicht. Glücklicherweise kam ich gut mit ihr zurecht und sie ließ mich sogar einfache Verbände wickeln, sie bezog mich in die Dokumentation mit ein und erklärte mir alles auch immer wieder wenn es sein musste, usw. von ihr konnte ich endlich mal etwas lernen. Was auf meiner Station aufgrund mangelnder Patienten nicht wirklich möglich war. Von der Stationsleitung mag ich gar nicht erst anfangen….der Hausdrache schlecht hin.

Aber alles in allem wurde mir wieder Mal gezeigt das man sich immer sein eigenes Bild von den Menschen machen sollte.

Von A wie Ausbildung bis P wie Prüfung

Ich lebe! Tatsächlich es gibt mich noch…na gut auf Twitter bin ich ja recht dezent *hust* unterwegs.

Ja es is ein bisschen was passiert.

Ich habe mich für eine andere Ausbildung beworben…Notfallsanitäter. Ich hab einfach das Gefühl das es besser zu mir passen würde. Ob das wirklich so ist weiß ich erst dann, jedoch kann ich mir im Moment keine Zukunft in der Pflege für mich vorstellen. Fehlen also nur noch die Bewerbungsgespräche und die Zusage(n)! :D

Erster Stationseinsatz! Jaaaa, mittlerweile ja schon einen Monat auf Station. Auf Twitter erzähle ich doch öfter von Station da viele Dinge einfach besser in einen Tweet passen und für meinen Blog doch etwas „klein“ sind. Ich gelobe aber Besserung und versuche ein paar Dinge noch aufzuschreiben und in Zukunft wieder aktiver hier zu sein, damit Mal wieder Schwung hier rein kommt, haha.

Prüfung! Es war Prüfungszeit! Wenn ihr unbedingt was von meinem Gejammer wollt müsst ihr euch leider auf Twitter durchsuchen, da gibts mehr als genug. Letztendlich hab ich den schriftlichen Teil, der aus alles Klausuren besteht, aber mit 3,4 bestanden. Heute war dann der mündliche Teil dran und dort war sogar eine 1 drin. Die Lehrer waren wirklich sehr überrascht und wünschen sich das ich immer so viel im Unterricht wüsste, haha. Wenn ich so weiter machen würde, könnte ich einen richtig guten Abschluss machen. *Balsam für die Seele, hach*

Wohnheim? Nicht erwähnenswert. Alles wie immer, haha.

Frohe Weihnachten 🎄 

Ich wünsche meiner ganzen Gefolgschaft ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. 🎅

Außerdem einen guten Rutsch ins neue Jahr, feiert gut aber nicht zu viel. Ich arbeite zwar nicht aber andere. 😉

Im Februar wird mein Blog bereits 1 Jahr alt, wie die Zeit vergeht. In diesem Jahr habe ich unter anderem tolle Menschen kennen gelernt, mein FSJ beendet, meine Ausbildung angefangen, gelacht, geweint, gezweifelt. 

Also auf ein weiteres Jahr mit meinem Blog und ein besseres 2017! 

Cheers 🍻 

#staypositive 

Fragenstöckchen

Gut, das ich doch manchmal die Zeit und Ruhe finde Beiträge der von mir Verfolgten zu lesen. Sonst wäre mir womöglich nie aufgefallen das ich von Bund Möhrchen getaggt wurde.

Los gehts ;)

1.“If you happy and you know it the Chemtrails are finally working!” – Dein schönstes und dein schlimmstes (Berufs)Erlebnis. Jap, ich geh gleich in die Vollen.

Mein schönstes Erlebnis: Bzw die Erlebnisse die mich in meinem Praktikum immer wieder happy gemacht haben, waren die in denen die Patienten mir ihr Vertrauen geschenkt haben oder auch einfach das ich ihnen helfen konnte Dinge wieder zu erlernen die vorher nicht mehr so geklappt haben wie z.B. Gabel oder Becher festhalten, trinken, etc. Oh, und meine paar Stunden im OP! (ich kann mich nicht entscheiden, sry xD)

Mein unschönstes Erlebnis: Den Tod einiger meiner Patienten lass ich jetzt Mal außen vor da so etwas nie schön ist. Unschön war z.B. die „etwas“ schroffe Auseinandersetzung mit meinem Stationsleiter. Ansonsten so auf mein Praktikum bezogen fällt mir nur das Verhalten der Schwestern und Pflegern mir und auch den Patienten gegenüber ein.

2.“Ground control to Major Tom” – Welchen Beruf würdest du dir aussuchen, unabhängig von Zeitalter, Geschlecht, Bezahlung, Ansehen, etc.

Notfallsanitäter!

3.“Paris ist eine Messe wert” – Welchen Traum hast du dir oder willst du dir erfüllen, obwohl es anstrengend/teuer/unsinnig/etc ist?

Ich will mir nächstes Jahr den Traum vom Tattoo erfüllen, haha. Kostet Geld und ich mag keine Nadeln. Passt also supi.

4.“Rasierst du täglich deinen Damenbart?” – Ein Kosmetiktipp, Lieblingsprodukt/prozedur, Hygine must-have/do, Wohlfühlmoment…?

Wohlfühlmoment: Ne Tasse Tee, bequeme Klamotten, ne Decke und TV.

5.“Lift your heart and think of me” – Dein größtes Vorbild und/oder Vertrauter.

Ich habe kein Vorbild.

6.“Norbury” – Was hält dich ‘auf dem Teppich’?

Meine Freunde halten mich auf dem Teppich der Tatsachen.^^ (Ja, ich weiß auch das der Spruch anders geht..)

7.“Everything’s a lie and that’s a fact” – Über was könntest du dich den ganzen Tag aufregen oder wirst es nie verstehen/akzeptieren können?

Ich könnte mich den ganzen Tag über Menschen aufregen die sich über Flüchtlinge etc. beschweren, Nazis, gewisse Menschen in meinem Umfeld, usw und sofort. Man will ja nicht meckern ;) Außerdem werde ich nie verstehen wieso für jede Klausur so viele Bäume sterben müssen. (Grüße an C. <3)

8. “Die Mitte von deinem Schiff” – Was ist für dich Zuhause/Heimat?

Zuhause ist dort wo ich mich wohl fühle.

Heimat ist dort wo ich aufgewachsen bin. Dinge die man nicht vertauschen sollte.

9. “I don’t even know you, so what does that mean?” – Was wolltest du mich/jemand bestimmten/irgendwen (schon immer) mal fragen?

*Antwort wird geladen, bitte warten.*

10.“Ein Apfelbäumchen” – Wenn heute dein/der letzte/r Tag wäre, was würdest du tun? Was wäre dein größtes Glück (gewesen)?

Mein größtes Glück wäre heute gewesen, das ich noch einmal Zeit mit meinen Freunden verbringen durfte und eine Menge zu Lachen hatte. Auch diese kleinen Whatsapp-Gespräche mit meiner Familie machen mich froh. Was ich tun würde? Erstmal diesen verdammten Artikel zu Ende schreiben.

11. “The Final Frontier” – Welche/Wieviele der ‘Zitate’ konntest du spontan, nach Recherche oder gar nicht zuordnen? Hat es dich überhaupt interessiert?

Fand ich ne supi Idee. *Daumen hoch* Spontan konnte ich leider nur 3 Stück zuordnen, haha.

Ich tagge:

Blaulichtauto,Schulsanitaeterin,Notaufnahmeschwester,Hermione

Paul

Meine Fragen:

1. Welche Musik bevorzugst du nach der Arbeit? Oder lieber gar keine?

2. Lieblingsfilmzitat?

3. Hast du schon alle Weihnachtsgeschenke besorgt?

4. Mit wem hast du als letztes gesprochen und worum ging es?

5. „Was ist klein, braun und riecht nach Karamell? Ein Zuckerkranker der vom Blitz getroffen wurde.“ Wie flach ist dein Humor?

6.Welche Entscheidung hast du zuletzt bereut?

7. Lieblingsweihnachtsplätzchen?

8. Dein letztes Konzert/Musical/Theaterstück, etc.?

9. Dein lustigster Moment am heutigen Tage?

10. Rücken-, Seiten-, Bauch-, Irgendwasmittendrinschläfer?

11. Meine Fragen waren nicht besonders anspuchsvoll, was?

Besuch beim Betriebsarzt

Heute Mal eine kleine Anekdote vom Betriebsarzt die ich euch nicht vorenthalten will.

Situation 1:

A: „Trinken Sie Alkohol? Gelegentlich oder öfter?“

I: „Nie.“

A: (ganz schockiert das ich nicht in ihr Klischee passe)“Nie??? Nicht mal zu besonderen Anlässen?“

I: „(Sagen sie Mal was wollen sie eigentlich von mir hören?????? ) Nein, nie.“

A: *verzieht das Gesicht*

Situation 2:

A: „Haben sie Probleme mit dem Rücken?“

I: *überlege ob ich lügen soll* „Ja, hab ich.“

A: „WARUM MACHEN SIE DANN DIESEN JOB HIER?? Haben sie nicht Mal überlegt was anderes zu machen?“

I: *etwas sehr genervt* „Vielleicht weil mir der Job Spaß macht? Weil ich die Art der Hilfe die ich anbieten möchte nur in diesem Job anbieten kann? Außerdem ist es mein Rücken und nicht ihrer…

A: „Mhm. Wie lang haben sie die Probleme schon?“

I: „Quasi schon immer. Lassen sie mich doch einfach in Ruhe.

A: „JA, WAS HEIßT DENN SCHON IMMER?“

I: *mittlerweile furchtbar abgefuckt* „Ja, seit der ersten Klasse schon. Schwerer Ranzen und so…“

A:“Mhm.“

Das ich NS werden möchte habe ich an dieser Stelle ausgelassen, ich wollte ihr nicht an die Gurgel gehen müssen.

‚Cause the truth is…

…I’m fucked up.

Seit 1,5 Monaten wohne ich nun im Wohnheim und ich kann es nicht mehr geheim halten. Hier hält es keiner aus. Ich bin nun soweit das ich mir eine eigene Wohnung suchen möchte. Aber wer soll das wieder bezahlen? Von meinem Ausbildungsgehalt sicher nicht, dafür sind die Wohnungen zu teuer. Und für amtliche Hilfe bekomme ich zu viel Ausbildungsgehalt. Aber vlt damit ihr mich besser versteht, die Mängelliste ist lang:

-Ständig fliegt meine Sicherung raus. Einerseits liegt es an der Steckdose vor meinem Zimmer andererseits fliegt die Sicherung auch so gerne raus. Und das min 1 Mal pro Woche. Das Ding ist, das dieses Problem bereits seit Monaten wenn nicht sogar Jahren bekannt ist und nichts dran geändert wird.#

-Die Fenster. Es wird gemeckert das in den Zimmer immer die Heizungen an sind auch wenn die Bewohner nicht Zuhause sind. Warum nur? Die Fenster sind undicht. Wer möchte schon abends in ein eiskaltes Zimmer heim kommen. Da ich ganz oben wohne, zieht es hier entsprechend. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie unglaublich laut das sein kann, zu Mal jetzt der Herbst/Winter vor der Tür steht.

-Mein Lichtschalter hat nen Wackler. Ist jetzt nicht die Welt, aber nervig. Auch das ist bekannt und nichts wird dran geändert.

-Die Heizung schaltet sich erst bei Stufe 3 ein. Das war von Anfang an so, kann ich herzlich wenig dran ändern, aber ein bisschen heizen ist so nicht drin.

-Die Küche. Da brauch ich ja eig gar nicht erst anfangen. Es sollte genügen zu sagen das man Angst haben muss sich sonstige Krankheiten zu holen wenn man nur schon die Küche betritt. Auch das ist bekannt und…ach ihr wisst schon.

-WC/Bad, ja hier sieht es nicht besser aus, was aber auch an den anderen Bewohnern liegt. Dennoch sind diese total veraltet, befinden sich auf dem Flur und sind einfach nur schmuddelig.

-generell meine Mitbewohner: Bei vielen ist das Wort „Rücksicht“ wohl ein Fremdwort.

-Staubsauger? Fehlanzeige! Die Benutzung unseres Staubsaugers ist lebensgefährlich aufgrund des defekten Kabels aber auch das scheint niemanden zu interessieren.

*Wind bläst*

-mit dem WLAN hab ich direkt nichts am Hut, dennoch beschweren sich alle 10€ im Monat bezahlen zu müssen und es funktioniert nicht.

-usw und sofort. Wer mich jetzt noch nicht verstanden hat, der wirds nie tun oder hat einfach keine Vorstellungskraft.

Neben dem ganzen Beschweren und gucken das ich in diesem Wohnheim nicht verrecke, soll ich natürlich auch noch 9372364 Sachen gleichzeitig Lernen. Is klar.

In diesem Sinne, fröhliches Lernen!

Eure verhungernde Nina.